VC/SVSC präsentierte 2017 zum Jubiläum die Wander-Ausstellung „Das verschwundene Sudetenland“ im Veitshöchheimer Rathaus

Gleich zwei Jubiläen konnte 2017 der „Sudetendeutsche Verband Studentischer Corporationen“ (SVSC) bei seinem Hauptconvent vom 5. bis 7. Mai in Veitshöchheim feiern. Vor 60 Jahren wurde der SVSC als kleiner studentischer Dachverband gegründet, der in vier Mitgliedscorporationen etwa 400 Studenten und Alte Herren vertritt. Er hat sich die Pflege des sudetendeutschen Kulturerbes zum Ziel gesetzt

1987 tagte der SVSC erstmals in Veitshöchheim. Dieser gelungene 30. Hauptconvent führte zunächst dazu, dass man „vorläufig“ erneut mehrfach in Veitshöchheim tagte. Die allseits freundliche Aufnahme seitens der politischen Gemeinde und der Bevölkerung vertiefte die Beziehungen – auch mit der örtlichen Gruppe der Sudetendeutschen Landsmannschaft – so, dass man alsbald Veitshöchheim zum stetigen Ort der Hauptconvente erkor und zugleich den Zusatz „Veitshöchheimer Convent“ (VC/SVSC) annahm.

Seitdem ist der Dachverband auch in das Veitshöchheimer Ortsleben eingebunden. So kommt alljährlich eine Abordnung des Vorstandes mit Verbandssenior Helmut Deckert an der Spitze aus Anlass des Volkstrauertages nach Veitshöchheim, um an der öffentlichen Gedenkstunde zum Volkstrauertag teilzunehmen. Der SVSC/VC hatte dort am Ehrenmal im Rathaushof im Mai 2003 eine eigene Gedenktafel enthüllt. 2007 beteiligte sich der SVSC erstmals auch am Kirchgang der Vereine.

Als Dank für die jahrelange freundliche Aufnahme und Betreuung durch die Gemeinde Veitshöchheim präsentierte der VC/SVSC in 2017 anlässlich seines 60. Hauptconvents in der Stadtrandgemeinde die Ausstellung "Das verschwundene Sudetenland", die von Antikomplex, einer Vereinigung tschechischer Studenten an der Universität Prag konzipiert wurde.

Nach einem Totengedenken an der Ehrentafel des VC/SVSC im Rathaushof eröffnete Verbandssenior Helmut Deckert gemeinsam mit Bürgermeister Jürgen Götz diese Wander-Ausstellung, die seit Dezember 2002 fast jeden Monat woanders zu sehen ist. Sie beinhaltet zehn Stellwände mit je sechs Tafeln und zeigt die markantensten Verwandlungen der Landschaft im Grenzgebiet - vor allem die fast unersetzbaren unwiederbringlichen Kulturverluste infolge der Vertreibung der Deutschen nach dem Krieg.

Pressefoto nach der Eröffnung der von Antikomplex, einer Vereinigung tschechischer Studenten an der Universität Prag konzipierten Ausstellung "Das verschwundene Sudetenland" im Veitshöchheimer Rathaus v.l.n.r. Lena Schafferling (Freiwillige Mitarbeiterin Antikomplex), Bürgermeister Jürgen Götz, Philipp Rosenbruck (Freiwiliger Mitarbeiter Antikomplex), Altbürgermeister Rainer Kinzkofer, die gemeindliche Kulturreferentin Karen Heußner und SVSC-Senior Helmut Deckert.